Kunst verkaufen – Wertermittlung für Kunst

Kunst ist für viele Menschen schmückendes Wohnaccessoire und Wertanlage zugleich. Gemälde, Skulpturen und andere Kunstgegenstände fallen gleichermaßen darunter. Nicht selten verändert sich im Laufe der Zeit der persönliche Geschmack oder man erbt beispielsweise Kunst, so dass ein Verkauf im Raum steht. Dieser soll natürlich einen möglichst hohen Erlös erzielen, weshalb die Wertermittlung für Kunst immer wieder ein heikles Thema ist.

All diejenigen, die Kunst verkaufen möchten und keine ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet sind, sollten sich eingehend informieren und auf den anstehenden Verkauf vorbereiten. Der Online-Ratgeber von Flohmarkt.info kann hier behilflich sein und hält Wissenswertes rund um den Kunstverkauf bereit.

Typische Fehler beim Verkauf von Kunst

Wer Kunst verkaufen möchte, sollte zunächst um die typischen Fehler in diesem Bereich wissen, um diese vermeiden zu können. Dachboden- beziehungsweise Kellerfunde oder auch Erbschaften machen oftmals absolute Laien unverhofft zu Eigentümern von Kunst.

Wenn diese nicht zur Wohnungseinrichtung passt oder in keiner Weise dem persönlichen Geschmack entspricht, liegt ein Verkauf nahe. Selbst wenn die alte Kunst verschmutzt und/oder beschädigt ist, sollte man auf keinen Fall selbst Hand anlegen, um die Verkaufschancen zu steigern. Eine unsachgemäße Reinigung oder Restauration kann den Kunstwert möglicherweise unwiederbringlich zerstören und ist aus diesem Grund unbedingt zu vermeiden.

Eine aggressive Politur oder der eigene Griff zu Pinsel und Farbe ist dementsprechend ein absolutes No-Go. Der ursprüngliche Zustand sollte unbedingt erhalten bleiben. Gegebenenfalls kann man einen professionellen Restaurator aufsuchen und diesem die Aufarbeitung überlassen.

Diese Dinge sollten Sie unbedingt vermeiden:

  • Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel.
  • Versuchen Sie nicht, das Kunstwerk mit frischen Farben aufzuarbeiten.

So erkennen Sie wertvolle Kunst

Ein weiterer großer Fehler, den viele Menschen, die Kunst verkaufen möchten, begehen, ist der bewusste oder unbewusste Verzicht auf eine umfassende Recherche. Dadurch laufen sie Gefahr, wertvolle Kunst zu verkennen und vollkommen falsch einzuschätzen. Dass viele Kunstwerke keinen sonderlich hohen Wert aufweisen, ist zwar Fakt, aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Es kommt immer wieder vor, dass Gemälde alter Meister auftauchen oder eine Skulptur eines renommierten Künstlers auf den Markt kommt. Dabei werden oftmals astronomische Preise gezahlt, so dass sich Kunst durchaus auch als wahrer Schatz erweisen kann. Es ist daher immens wichtig, wertvolle Kunst zu erkennen. Wer beim Verkauf Unwissenheit erkennen lässt, wird mitunter übervorteilt und verkauft das Kunstwerk weit unter Wert.

Darauf kommt es bei der Wertermittlung für Kunst an

  • Alter
  • Erhaltungszustand
  • Künstler
  • Signatur
  • Seltenheit

Den Wert von Kunst selbst bestimmen – So geht’s

Als Laie tut man sich vielfach schwer, den Wert von Kunst selbst zu bestimmen. Für das ungeübte Auge sind etwaige Schätze mitunter kaum von mehr oder weniger wertloser Massenware zu unterscheiden. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Fachmann zu konsultieren. Wer sich aber nicht nur auf die Schätzung vermeintlicher Experten verlassen, sondern sich einen eigenen Eindruck vom Wert der Kunst verschaffen möchte, kommt um eine intensive Recherche nicht herum.

Im Zuge dessen sollte man auf die jeweilige Epoche und den Künstler eingehen. Weiterhin ist es wichtig, einen Blick für den Zustand von Kunst zu entwickeln. Kataloge, der Austausch mit Kennern sowie der Besuch von Auktionen können hier sehr hilfreich sein. Darüber hinaus kann man sich im Internet informieren, indem man Kleinanzeigenportale durchforstet oder auch die eine oder andere Online-Versteigerung beobachtet.

Wo findet man Experten für die Bewertung von Kunst?

Umfassende Recherchen können zwar helfen, ein Gefühl für den Wert von Kunst zu entwickeln, ein wahrer Experte wird man dadurch allerdings nicht. Aus diesem Grund ist es häufig sinnvoll, zusätzlich zu der Recherche einen Kunstsachverständigen zu konsultieren.

In Auktionshäusern, einschlägigen Vereinen, Museen und auch Ankauf-Geschäften trifft man zuweilen auf solche Fachleute. Wer Kunst verkaufen möchte, sollte idealerweise mehrere Meinungen einholen, um zu verhindern, dass er über den Tisch gezogen wird und eine zu niedrige Bewertung genannt bekommt. Anerkannte Kunstsachverständige gehen jedoch nicht so vor und haben schließlich einen Ruf zu verlieren.

Wem kann man Kunst verkaufen?

Wenn nach reiflicher Überlegung und eingehender Recherche feststeht, dass man die Kunst verkaufen möchte, stellt sich nicht nur die Frage nach einem angemessenen Preis, sondern auch nach möglichen Interessenten. Viele Menschen tun sich zunächst schwer, geeignete Käufer ausfindig zu machen.

Dies ist mitunter eine Herausforderung, aber auch keine allzu große Schwierigkeit. Museen, Kunstsammler und Ankaufprofis sind die richtigen Anlaufstellen. Im Rahmen einer Auktion, mithilfe der sozialen Medien, über Kleinanzeigen oder auch beim örtlichen Ankauf steht einem erfolgreichen Kunstverkauf nichts im Wege.

Kunst-Verkauf über Online-Auktionen

Das Internet ist ein absoluter Hot-Spot für Sammler, die sich hier austauschen können und zudem auch fleißig einkaufen können. Für alle, denen es um keinen Kunst-Ankauf, sondern um einen Verkauf ihrer Kunst-Sammlung geht, bieten sich zuweilen Online-Auktionen an. Mit wenigen Klicks kann man die Auktion starten und muss dann bloß noch die eingehenden Gebote bis zum Ablauf der Versteigerung abwarten. Nach dem Geldeingang werden die Kunstwerke dann einfach an den Höchstbietenden versendet, sofern dieser keine persönliche Abholung vornimmt.

Die einfache Handhabung, die enorme Reichweite und der Umstand, dass sich die Interessenten gegenseitig überbieten, sind Vorteile einer Online-Auktion. Dabei sollte man jedoch beachten, dass viele Menschen in einer Online-Auktion eine Schnäppchenjagd sehen. Ob für die Kunstwerketatsächlich ein angemessener Preis erzielt wird, steht somit mitunter in den Sternen. Als Verkäufer muss man sich dessen bewusst sein und unbedingt ein angemessenes Startgebot aufrufen, denn ansonsten läuft man Gefahr, die Kunst-Sammlung weit unter Wert abgeben zu müssen.

Kunstwerke auf eigene Faust verkaufen

Wer seine Kunst-Sammlung auflösen und gewinnbringend verkaufen möchte, muss natürlich nicht zwingend eine Online-Auktion ins Leben rufen, sondern kann vor Ort auch den einen oder anderen Ankauf aufsuchen.

Für begehrte Sammelobjekte finden sich stets geeignete Händler, die Einzelstücke oder ganze Sets ankaufen. Da diese aber natürlich ein gutes Geschäft machen möchten, zahlen sie kaum den Preis, den Sammler zahlen würden. Aus diesem Grund ist man zuweilen versucht, den Kunst-Verkauf auf eigene Faust anzugehen. Im Idealfall findet man passionierte Sammler, die einem die Kunstwerke direkt abkaufen und dabei den höheren Sammlerwert zahlen.

Online lassen sich entsprechende Kontakte über soziale Netzwerke, Foren oder auch Kleinanzeigenportale knüpfen. Offline sind vielleicht Vereine und Anzeigenblätter lohnende Stellen für Verkaufsanzeigen. Je nach Sammelobjekt kann es eine Herausforderung sein, geeignete Interessenten zu finden, weshalb man alle Kanäle nutzen sollte.

Online sollte man nach Käufern Ausschau halten und zugleich den Handel mit Kunstwerken genau beobachten. So kann ein Verkauf in Eigenregie durchaus gelingen und mitunter ansehnliche Preise erzielen.

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