Ansichtskarten verkaufen – Der Wert alter Postkarten

Die meisten Menschen verbinden mit Ansichts- und Postkarten vor allem Urlaube, denn vornehmlich in den Zeiten vor Smartphones und Tablets waren Karten die perfekte Möglichkeit, den Lieben daheim ein paar Urlaubsgrüße zu übersenden und ihnen zugleich einen Eindruck vom Urlaubsort zu vermitteln.

Heutzutage kann man einfach zum Smartphone greifen und Fotos sowie Nachrichten über diverse Messenger teilen. So werden Ansichtskarten vor allem aus sentimentalen Gründen verschickt. Gleichzeitig ist auf die Philokartie zu verweisen, die das Sammeln von Postkarten beschreibt. Für viele Menschen sind Postkarten begehrte Sammlerobjekte, die dementsprechend auch gehandelt werden.

Ansichtskarten als Sammlerobjekt

Postkarten hatten ursprünglich einen sehr praktischen Zweck und sollten unterschiedlichste Mitteilungen oder auch Glückwünsche übermitteln. Später kamen dann Ansichtskarten hinzu, die vor allem als Basis für Urlaubsgrüße dienten. Daran hat sich grundsätzlich zwar nichts geändert, doch die Zeiten der Post- und Ansichtskarten scheinen mehr oder weniger vorbei zu sein.

Smartphones und die moderne Technik haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, denn heute lassen sich Schnappschüsse oder auch Nachrichten in Sekundenschnelle an den Empfänger übermitteln. Insbesondere alte Post- und Ansichtskarten sind mittlerweile aber teils begehrte Sammlerobjekte und sollten daher nicht gänzlich abgeschrieben werden. Im Rahmen der Philokartie werden Ansichts- und Postkarten heute als Relikte aus vergangenen Zeiten und historische Kommunikationsmittel sehr geschätzt.

Tipps für Postkarten-Sammler:

Unabhängig davon, ob man alte Postkarten verkaufen oder Ansichtskarten sammeln möchte, gestaltet sich die Wertermittlung als relativ schwierig. Grundsätzlich sollte man daher den Markt beobachten, auf Flohmärkten unterwegs sein und auch Auktionen berücksichtigen.

Wertermittlung bei Post- und Ansichtskarten

Im Bereich der Philokartie erweist sich die Wertermittlung als große Herausforderung, denn Post- und Ansichtskarten existieren in nahezu grenzenloser Vielfalt. Eine Katalogisierung aller Karten ist folglich vollkommen unmöglich. Dementsprechend fehlt es an Katalog-Preisen, weshalb man sich eher an den Preisen im Handel und/oder bei Auktionen orientieren muss.

Jede historische Ansichtskarte ist jedoch ein Unikat und zeichnet sich durch ihre Gestaltung, ihr Alter, ihren Zustand, ihre Beschriftung sowie ihre Frankierung aus. Wer Ansichtskarten verkaufen möchte, tut sich daher zuweilen schwer, einen Preis zu nennen. Einen gewissen Spielraum zum Handeln sollte man sich dabei unbedingt vorbehalten.

Tipps für Kartensammler:

  • Markt beobachten
  • Bereitschaft zum Handeln
  • Auktionen für den Verkauf nutzen

Daran erkennt man wertvolle Postkarten

Natürlich ist nicht jede Postkarte wertvoll, denn oftmals handelt es sich auch schlichtweg um Massenware. Es stellt sich also die Frage, woran man wertvolle Postkarten erkennen kann. Grundsätzlich ist stets der historische Kontext zu berücksichtigen. Die Zeit, aus der die Ansichtskarte stammt, ist dabei entscheidend.

Zudem sollte sie einen guten Zustand aufweisen. Trotz gewisser Eckpunkte lassen sich keine pauschalen Angaben zum Wert alter Postkarten machen. Angebot und Nachfrage sind hier maßgebend und variieren von Fall zu Fall.

Tipp für Postkarten-Sammler:

Laien haben oftmals Probleme, wertvolle Postkarten von eher wertlosen Karten zu unterscheiden. Neben einer umfassenden Recherche kann es daher Sinn machen, den einen oder anderen Philokartie-Experten aufzusuchen und diesen um eine Einschätzung des Wertes zu bitten.

Seltene Postkarten als Schätze der Sammlung

Der Seltenheitswert einer alten Ansichtskarte ist ausschlaggebend für den jeweiligen Wert. Einzelstücke erzielen dementsprechend höhere Preise als Postkarten, die noch in größerer Zahl erhalten sind. Darüber hinaus können die folgenden Punkte eine alte Postkarte zu einer echten Rarität machen und so ihren Wert erheblich steigern:

  • Der Absender der Postkarte war eine bedeutende Persönlichkeit.
  • Die Ansichtskarte wurde handgemalt und ist mitunter das Werk eines renommierten Künstlers.
  • Je besser eine alte Ansichtskarte erhalten ist, desto höher ist der im Verkauf erzielbare Preis.

Hinweis für Postkarten-Sammler:

Sehr seltene Postkarten, die zudem in einem besonderen historischen Kontext stehen, erzielen zuweilen astronomisch hohe Preise. Ein gutes Beispiel dafür sind unter anderem Karten von der letzten Fahrt der Titanic. Diese sind nur sehr selten noch erhalten und greifen zudem ein historisches Ereignis auf. Auch in anderen Fällen zeigte sich bereits, dass extrem seltene Postkarten wahre Schätze sein können und teilweise fünfstellige Beträge erzielen.

Wertsteigerung für die Philokartie-Sammlung

All diejenigen, die den Verkauf ihrer Postkarten-Sammlung anstreben, wollen selbstverständlich den besten Preis erzielen und so dafür entschädigt werden, dass sie sich aus der Philokartie zurückziehen. In der Regel geht es dann nicht nur um den Verkauf einzelner Ansichtskarten, sondern um die Auflösung der kompletten Sammlung.

Grundsätzlich sollten die Karten dabei in einem guten Zustand, aber keinesfalls bearbeitet sein. Wer hier Hand anlegt, riskiert mitunter einen erheblichen Wertverlust.

Tipp für den Verkauf von Post- und Ansichtskarten:

  • Wer seine Postkarten-Sammlung auflösen möchte, sollte die Ansichtskarten nicht einzeln verkaufen, sondern im Konvolut veräußern. So lassen sich höhere Preise erzielen, denn ansonsten werden lediglich die Schätze verkauft, während der Rest zum Ladenhüter wird.

Typische Fehler beim Verkauf von Postkarten

Wer bislang der Philokartie verfallen war und fleißig gesammelt hat, tut sich zuweilen mit dem Verkauf seiner Postkarten schwer. Steht der Entschluss aber fest, sollte man typische Fehler vermeiden, um sich nicht selbst um viel Geld zu betrügen. Daher sollten die folgenden Dinge unbedingt berücksichtigt werden:

  • Unter einer falschen Lagerung leiden alte Postkarten enorm und verlieren so an Wert.
  • Historische Ansichtskarten dürfen auf keinen Fall nachträglich bearbeitet werden, denn Originalität ist ein wesentlicher Faktor für den Wert alter Karten.
  • Eine zu feuchte Reinigung kann alte Postkarten beschädigen, weshalb man diese nur mit einem feinen Pinsel vom Staub befreien sollte.
  • Die Briefmarke darf auf keinen Fall entfernt werden, da die Frankierung als historischer Beleg dient und zudem von den Sammlern als Wertsteigerung betrachtet wird.

Nur wer die typischen Fehler aus dem Bereich der Philokartie kennt, kann diese vermeiden und so verhindern, dass er durch eigenes Verschulden den Wert seiner Postkarten-Sammlung mitunter ruiniert.

So ermittelt man den Wert von Ansichts- und Postkarten

Neue Post- und Ansichtskarten sind Massenprodukte, die keinen Sammlerwert haben und dementsprechend höchstens einen rein ideellen Wert haben. Menschen, die in ihrer Philokartie-Sammlung auch eine Wertanlage sehen, fokussieren sich daher auf alte und/oder seltene Postkarten. Die Wertermittlung kann sich aber auch hier als sehr schwierig erweisen, denn anders als in der Philatelie gibt es keine Kataloge, in denen ein Katalog-Wert der Briefmarken ausgewiesen wird, so dass eine allgemeine Grundlage zur Wertermittlung existiert.

Im Falle von Postkarten und Ansichtskarten fehlen solche Kataloge, obgleich es durchaus Fachliteratur gibt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Vielzahl an alten Post- und Ansichtskarten macht eine umfassende Katalogisierung unmöglich. Dessen müssen sich Sammler unbedingt bewusst sein. Der Wert beziehungsweise der Preis, der für eine bestimmte Postkarte verlangt beziehungsweise gezahlt wird, kann folglich sehr unterschiedlich ausfallen.

Hinweis für Postkarten-Sammler:

Im Rahmen der Philokartie-Wertermittlung spielen vor allem die folgenden Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Auflage
  • Seltenheit
  • Zustand
  • Alter
  • Druckverfahren
  • Beschriftung
  • Frankierung

Postkarten-Verkauf über Online-Auktionen

Das Internet ist ein absoluter Hot-Spot für Sammler, die sich hier austauschen können und zudem auch fleißig einkaufen können. Für alle, denen es um keinen Postkarten-Ankauf, sondern um einen Verkauf ihrer Postkarten-Sammlung geht, bieten sich zuweilen Online-Auktionen an. Mit wenigen Klicks kann man die Auktion starten und muss dann bloß noch die eingehenden Gebote bis zum Ablauf der Versteigerung abwarten. Nach dem Geldeingang werden die Postkarten dann einfach an den Höchstbietenden versendet, sofern dieser keine persönliche Abholung vornimmt.

Die einfache Handhabung, die enorme Reichweite und der Umstand, dass sich die Interessenten gegenseitig überbieten, sind Vorteile einer Online-Auktion. Dabei sollte man jedoch beachten, dass viele Menschen in einer Online-Auktion eine Schnäppchenjagd sehen. Ob für die Postkarten tatsächlich ein angemessener Preis erzielt wird, steht somit mitunter in den Sternen. Als Verkäufer muss man sich dessen bewusst sein und unbedingt ein angemessenes Startgebot aufrufen, denn ansonsten läuft man Gefahr, die Postkarten-Sammlung weit unter Wert abgeben zu müssen.

Postkarten auf eigene Faust verkaufen

Wer seine Postkarten-Sammlung auflösen und gewinnbringend verkaufen möchte, muss natürlich nicht zwingend eine Online-Auktion ins Leben rufen, sondern kann vor Ort auch den einen oder anderen Ankauf aufsuchen.

Für begehrte Sammelobjekte finden sich stets geeignete Händler, die Einzelstücke oder ganze Sets ankaufen. Da diese aber natürlich ein gutes Geschäft machen möchten, zahlen sie kaum den Preis, den Sammler zahlen würden. Aus diesem Grund ist man zuweilen versucht, den Postkarten-Verkauf auf eigene Faust anzugehen. Im Idealfall findet man passionierte Sammler, die einem die Postkarten direkt abkaufen und dabei den höheren Sammlerwert zahlen.

Online lassen sich entsprechende Kontakte über soziale Netzwerke, Foren oder auch Kleinanzeigenportale knüpfen. Offline sind vielleicht Vereine und Anzeigenblätter lohnende Stellen für Verkaufsanzeigen. Je nach Sammelobjekt kann es eine Herausforderung sein, geeignete Interessenten zu finden, weshalb man alle Kanäle nutzen sollte.

Online sollte man nach Käufern Ausschau halten und zugleich den Handel mit Postkarten genau beobachten. So kann ein Verkauf in Eigenregie durchaus gelingen und mitunter ansehnliche Preise erzielen.

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